Samstag, 5. August 2017

"Wacholdersommer" - Rezension

Hallo ihr da draußen!
Heute stelle ich euch mal ein Buch vor, das an einem echt interessanten Ort spielt, nämlich in einem amerikanischen Indianerreservat.

Allgemeines
  • Titel: Wacholdersommer
  • Autor: Antje Babendererde
  • Verlag: cbt (Random House)
  • Seiten: 320
  • Preis: 9,99€ [D]
  • Genre: Jugendbuch, Romantik
  • Sonstiges: Das Buch ist vorher schon mal unter dem Titel "Zweiherz" erschienen.


Inhalt

Die 17-jährige Halbindianerin Kaye war schon als Kind in Will verliebt, den Enkel eines benachbarten Schafzüchters und Silberschmieds, doch dann geschah etwas Schreckliches. Als der 19-jährige Will nach fünf Jahren Gefängnis plötzlich wieder auftaucht, ist Kaye ratlos: Ihre Briefe hat er nicht einmal gelesen – und doch kann sie nicht glauben, dass er getan hat, wofür er angeklagt wurde. Außerdem ist da noch immer die unverminderte Anziehungskraft zwischen den beiden ...

Meine Meinung

Cover und Titel:
Das Cover des Buches gefällt mir wegen der Farben und der eher schlichten Aufmachung wirklich gut und der Titel hat mich auch neugierig gemacht. 😄

Charaktere:
Kaye ist zwar eine Halbindianerin (ihr Vater ist ein "Weißer"), aber man merkt beim Lesen deutlich, dass sie sich mehr zur indianischen Seite ihrer Herkunft hingezogen fühlt. Für ihre 17 Jahre ist sie eine überraschend selbstständige junge Frau, die schon ziemlich genau weiß, wie sie sich ihr Leben vorstellt.

Will war mir wirklich sympathisch. Er versucht immer das Richtige zu tun um anderen keinen Schaden zuzufügen. Dass er tatsächlich jemanden umgebracht haben soll und deshalb so lange hinter Gittern war, konnte ich mir bei ihm von Anfang an nur schwer vorstellen. 🙈

Handlung:
"Atsá, der Adler, hat es mir gesagt", antwortete Sam schließlich leise auf ihre Frage [...] "Will wird bald wieder hier sein." (S. 18)
Als ich gehört habe, dass sich das Buch mit Indianern beschäftigt und die Autorin zu diesem Thema viele Nachforschungen angestellt hat, habe ich mich sehr auf das Buch gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht!
"Wacholdersommer" setzt sich an vielen Stellen mit der Kultur, der Lebensweise und den Gebräuchen der Navajo-Indianer auseinander. Außerdem erfährt man einiges über die Landschaft ihres Reservats und über die Probeme, die das Volk aktuell hat. Je mehr ich über die Indianer gelernt habe, desto mehr hatte ich beim Lesen auch das Gefühl mit Kaye durch die Canyons zu streifen.
Was ich nicht ganz so gut gelungen fand, war die Erzählweise. Dadurch, dass das Buch in der Er-Perspektive erzählt ist und abwechselnd Kayes und Wills Sicht zeigt, nimmt das die Spannung. Der Leser weiß von Dingen, die Kaye nicht weiß und das tut der Geschichte meiner Meinung nach nicht so gut. Ich hätte lieber in der Ich-Perspektive nur aus Kayes Sicht gelesen.
Außerdem muss ich zugeben, dass die Liebesgeschichte zwischen den Beiden schon vorhersehbar genug war, selbst wenn man nicht über die Gedanken und Gefühle beider Charaktere bescheid gewusst hätte. 😅
Glücklicherweise hat die Autorin aber noch ein Verbrechen eingebaut, das sich zur selben Zeit in den Canyons abspielt und in das Kaye und Will ein Stück weit verwickelt werden. Das sorgt für die Spannung, die durch die etwas ungünstige Erzählweise verloren gegangen ist.
Was ich sehr gelungen fand waren auch die vielen toll ausgestalteten Nebencharaktere. Besonders gerne mochte ich Wills besten Freund Aquilar und seinen Großvater Sam, aber eigentlich könnte ich hier noch viele mehr nennen. 💕

Schreibstil:
Der Schreibstil war zwar leicht und angenehm zu lesen, aber manchmal waren mir die Beschreibungen etwas zu ausführlich. Ich muss keinen ganzen Absatz darüber lesen, wie genau Kaye ihre gefüllten Paprikas zubereitet. Dass sie gekocht hat, reicht mir eigentlich an Information.

Fazit

Ein netter Roman für Fans des Genres, der nebenbei auch viel über das Leben der Indianer in Amerika erzählt.


Viel Grüße








(Quellen für Cover und Inhalt: Verlagswebsite Random House)
Danke an das Bloggerportal, das mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. 
Das hat aber natürlich keinen Einfluss auf meine Meinung in dieser Rezension. 😃

Kommentare:

  1. Hey,
    *huhu* von Instagram, denn ich habe gerade zufällig bemerkt, dass ich dich deinem Blog noch gar nicht folge und das jetzt mal nachgeholt :)
    Mir hat das Buch leider nicht ganz so gut gefallen, wie dir. Ich habe schon einige Bücher von der Autorin gelesen, die viel besser waren, da konnte mich dann das hier nicht wirklich überzeugen ...
    Lg Callie

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi Callie :)

      Freut mich, dass du vorbei geschaut hast! Wenn du andere Bücher der Autorin besser fandest, dann muss ich unbedingt nachsehen, was sie noch so geschrieben hat. Vielleicht gefallen mir die Bücher dann sogar noch besser... <3

      Viele Grüße
      Sarah

      Löschen